Einen liebevollen Abschied hat die Wohnungsbaugenossenschaft „Uckermark“ Templin eG am Donnerstag ihrer langjährigen Chefin Anke Junker-Füchsel bereitet.

Auf einem festlichen Empfang am Sitz der WBG in der Zehdenicker Straße bedankten sich Aufsichtsrat und Mitglieder für das engagierte Wirken der heute 60-Jährigen. Ganz verlässt Anke Junker-Füchsel das Unternehmen noch nicht. Den Staffelstab übergibt sie auf Beschluss des Aufsichtsrates Ende Mai jedoch schon mal an ihr Ziehkind.

Zum 1. Juni 2019 übernimmt Jeannette Zyganda die Verantwortung als hauptamtlicher Vorstand der WBG „Uckermark“ Templin eG. Anke Junker-Füchsel wird als ehrenamtliches Vorstandsmitglied ihre Erfahrungen noch einen Tag in der Woche bei der Betreuung der Bauprojekte der Genossenschaft einbringen, informierte Aufsichtsratsvorsitzender Detlef Schenk. Geballte Frauenpower bleibe der WBG also weiter erhalten, sagte er, bevor sich die beiden Damen mit feuchten Augen in den Armen lagen.

Der Aufsichtsrat hatte der langjährigen Vorstandschefin statt eines abrupten einen allmählichen Ausstieg aus dem anstrengenden Geschäft vorgeschlagen. Anke Junker-Füchsel nahm das gern an. So könne sie ihrem Geist auch in Zukunft noch genug zu tun geben. Bange sei ihr nicht, nun das Zepter aus der Hand zu geben. Schließlich hat sie selbst dafür gesorgt, dass sich die WBG in ihrem Sinne weiterentwickeln kann.

Jeanette Zyganda war im Jahr 2000 als Quereinstiegen zum Team gestoßen. Anke Junker-Füchsel hatte die wissbegierige und engagierte junge Frau und Mutter von Anfang an gefördert, sie alle Bereiche durchlaufen lassen, ihr Qualifizierungen neben dem Vollzeitjob ermöglicht. Jeannette Zyganda bildete sich im integrierten Quartiersmanagement weiter, durchlief die Ausbildungen als Immobilienkauffrau und -fachwirtin. In diesem Jahr schloss sie ihr Studium zur Immobilienökonomin ab. „Danke, Anke“, sagte sie an ihre Chefin gewandt. „Wir freuen uns, eine motivierte, belastbare junge Frau aus den eigenen Reihen mit der Nachfolge betrauen zu können“, sagte Detlef Schenk. Zuvor hatte er die Verdienste von Anke Junker-Füchsel gewürdigt, die die WBG als hauptamtlicher Vorstand im September 1998 in einer nicht einfachen Situation übernommen hatte.