Nach dem Gesetz zur Abminderung der Folge der COVID – 19 – Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht (COVID-19-Gesetz) können gemäß dessen ART.2 § 3 Abs. 1 in Bezug auf Generalversammlungen, die im Jahr 2020 durchgeführt werden. Abweichend von § 43 Abs. 7 Satz 1 GenG Beschlüsse der Mitglieder schriftlich oder elektronisch gefasst werden.

Mit dem Anschreiben vom 30.07.2020 wurde den Mitgliedern der Lagebericht des Vorstandes, der Jahresabschluss 2020, der Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2020 und das zusammengefasste Prüfungsergebnis des Verbandes Berlin Brandenburgischer Wohnungsunternehmen eV- Prüfungsverband- übersendet.

In Form der schriftlichen Stimmabgabe hatten die Mitglieder ihre Entscheidung zu treffen zu den Tagesordnungspunkten:

TOP 1: Beschlussfassung über den Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2020 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.275.450,39 € ab. Davon sind 637.725,20 € mit Erstellung des Jahresabschlusses per 31.12.2020 in die „anderen Ergebnisrücklagen“ eingestellt worden.
„Der Vorstand schlägt -mit Genehmigung des Aufsichtsrates- vor, den Bilanzgewinn 2020 von 637.725,19 € in die „anderen Ergebnisrücklagen“ einzustellen.
Das Mitglied stimmt dem Ergebnisverwendungszweck zu.

TOP 2 Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2020
„Das Mitglied erteilt dem Vorstand Entlastung für das Geschäftsjahr 2020“

TOP 3 Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020
„Das Mitglied erteilt dem Aufsichtsrat Entlastung für das Geschäftsjahr 2020“

TOP 4 Wahlen zum Aufsichtsrat
Folgende Kandidaten stellen sich für eine Laufzeit von 5 Jahren zur Wahl in den Aufsichtsrat
Beschluss 4 – Wiederwahl
Detlef H. Schenk
wohnhaft Prenzlauer Allee 74, Templin
Mitglied der WBG seit 2002
Mitglied des Aufsichtsrates seit 2002

 

Es wurden insgesamt 198 gültige Stimmen abgegeben.

Dem Tagesordnungspunkt 1 stimmten 198 Mitglieder zu,
0 Mitglieder stimmten mit Nein,
0 Mitglieder enthielten sich der Stimme.

 

Dem Tagesordnungspunkt 2 stimmten 198 Mitglieder zu,
0 Mitglieder stimmten mit Nein,
0 Mitglieder enthielten sich der Stimme.

 

Dem Tagesordnungspunkt 3 stimmten 197 Mitglieder zu,
1 Mitglied stimmte mit Nein,
0 Mitglieder enthielten sich der Stimme.

 

Dem Tagesordnungspunkt 4 Wahlen zum Aufsichtsrat
Beschluss 4 Wiederwahl Herr Schenk stimmten 196 Mitglieder zu,
2 Mitglieder stimmten mit Nein,
0 Mitglied enthielten sich der Stimme.

 

Bis zum 15.08.2021 erhielten wir eine E-Mail eines Mitgliedes mit nachfolgenden Anfragen und Hinweisen auf die wir wie folgt eingehen:

Seite 7:
Die Personalaufwendungen haben sich von 620,2/2019 auf 601,7/2020 verändert. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass weniger Personal eingesetzt wird, zumal sich ja die Löhne und Gehälter nur unwesentlich verändert haben, nämlich von 497.545,23/2019 auf 498.240,63/2020.

Antwort:
Die Beschäftigung von unserem Vorstand hat sich verändert. Als Folge daraus haben sich auch die Personalausgaben verändert.

Seite 8:
Wir gehen in Zeile 23 davon aus, dass Sie das Geschäftsjahr 2022 meinen, wenn Sie geplante Instandhaltungskosten anführen.

Antwort:
In Zeile 21 -23 muss es richtig heißen: „Für Instandhaltungen bei Gebäuden und Außenanalgen sind im Geschäftsjahr 2021 ca. 2.700,0 T€ geplant“
Hier hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Vielen Dank für den Hinweis.

Seite 11:
Beim III Bilanzgewinn wurden beim Gewinnvortrag 0,00 eingetragen. Müsste da nicht der Bilanzgewinn von 2019 in Höhe von 605.152,48 eingetragen werden?
Bei den Rückstellungen haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um über 50% erhöht. Woran liegt das?

Antwort:
In der Bilanz erfolgt kein Gewinnvortrag, da der in der Bilanz 2019 ausgewiesene Gewinn durch Beschluss der Mitgliederversammlung in die Rücklagen eingestellt wurde.
Dies wird in der Bilanz unter 3. Andere Ergebnisrücklagen wie folgt dargestellt:

Andere Ergebnisrücklagen 2019            1.792.692,06 €
Einstellung Bilanzgewinn 2019                  605.152,48 €
Einstellung ½ Jahresüberschuss 2020     637.725,20 €
Summe Bilanz 2020                               2.969.304,42 €

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zeigen in der Bilanz unter anderem die noch nicht ausgeglichenen Rechnungen von anderen Unternehmen.
Durch unsere Baumaßnahmen in der Zehdenicker Straße und in der Knehdener Straße wurden gerade um den Jahreswechsel herum von den beauftragten Unternehmen noch viele Rechnungen erstellt, die das Jahr 2020 betreffen, aber erst im Jahr 2021 bei uns eingegangen sind, und somit auch erst im Januar 2021 bezahlt werden konnten.

Seite 12:
In der zweiten Spalte, Zeile 35 beziffern Sie den Bilanzgewinn 2019 auf 538,9 Tsd. Tatsächlich sind es jedoch 605.152,48. Wie kommt die Differenz zustande.

Antwort:
Bei der angegebenen Textstelle muss es richtig heißen: “(605.2 T€)“ Hier handelte es sich leider um einen Übertragungsfehler. Der Bilanzgewinn 2019 ist mit einem Betrag von 604.152,48 € in die anderen Rücklagen eingestellt worden.

Ergebnisrücklagen:
Wenn wir das richtig verstehen, so sind Ergebnisrücklagen auch dazu da, Instandsetzungsarbeiten bzw. Kosten zu berücksichtigen. Dazu möchten wir bemerken, dass hinsichtlich der Instandsetzungsarbeiten im Objekt Strahl-Goder- Str. 5 einiges zu bemängeln ist. An einigen Stellen fällt der Putz von den Wänden, Gummidichtungen an Haustüren vorne und hinten wären überholungsbedürftig und die Pflegearbeiten (Rasenmähen, Beschneidung der Büsche) in der Grünanlage sind nicht mehr kontinuierlich wie in den Jahren zuvor. Und hier und da gibt es so manche Macke, die ausgebügelt werden könnte.

Antwort:
Die Ergebnisrücklagen dienen der Unternehmensfinanzierung, um somit zum Beispiel in neue Heizungsanlagen zu investieren.

Ihren Hinweis, dass es Mängel in der Strahl Goder Straße gibt, gehen wir nach und werden dazu entsprechend die Handwerksunternehmen beauftragen. Nicht alle Aufträge können schnell und zügig ausgeführt werden. Daher bitten wir um Geduld.

In diesem Jahr scheint es so, dass vielerorts die Außenanlagen nicht wie gewohnt gepflegt werden. Dies hat einen ganz einfachen Grund. Anders als in den Vorjahren, wo wir eine große Trockenheit hatten, haben wir in diesem Jahr durch mehr Feuchtigkeit ein vergleichsweise stärkeres Wachstum der Pflanzen. Hierdurch erhöht sich der Pflegeaufwand und der Umfang der Grünlandpflege erheblich. Unsere Hausmeister betreuen mehrere Objekte und können nicht überall zur gleichen Zeit aktiv sein. Jede Unterstützung durch die Mieter und Mitglieder ist uns sehr willkommen.

Wir danken allen Mitgliedern für Ihre Mitwirkung und das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Bleiben Sie gesund.

gez. Schenk gez. Zyganda
Aufsichtsratsvorsitzender Vorstand